Helfen Skischuhe gegen Kälte?
Was gibt es Schlimmeres, als kalte Füße beim Skifahren? Wer dieses Gefühl kennt, wird antworten: „Nichts!“ „Nichts ist schlimmer als Eisfüße in den Skischuhen!“ „Der ganze Spaß und die gute Laune schwinden mit der Wärme der Füße!“
Doch die Industrie schläft nicht. Sie bringt eine Heizung für Skischuhe auf den Markt. Sie garantiert, dass die Skifahrer keine kalten und tauben Füße während des Skifahrens bekommen. Viele wird es verwundern. Die Forschung läuft bereits seit über zwanzig Jahren und nun wird eine solche Skischuh-Heizung auch produziert. Diese passen zu den Modellen verschiedlener Hersteller wie Fischer, Salomon, Head, Nordica, Technica, Rossignol und Atomic erhältlich.
Wie funktioniert das Ganze?
Die beheizbare Heizsohle wird in den Skischuh eingelegt, natürlich auf die Schuhgröße abgestimmt. Namhafte Hersteller statten ihre Modelle bereits serienmäßig mit den Heizsohlen aus. Die Heizsohle an sich, passt sich ganz individuell dem Fuß an. Gewährleistet wird dieser hohe Tragekomfort durch eine anatomische 3D-Form, die durch vor geformte Wölbungen einen optimalen Halt verschafft. Beheizt wird durch einen Akku, der sich entweder an der Rückseite des Skischuhs oder am Unterschenkel des Skifahrers befindet. Andere Varianten verstauen den kleinen, leistungsstarken Akku in der Hosentasche, wobei ein Verlängerungskabel die Verbindung zum Schuh und der Heizung herstellt.
Bestimmte Modelle haben sogar den Komfort, dass sich die Wärmeleistung stufenweise am Akku selbst einstellen lässt. Teurere Modelle verfügen über eine Fernbedienung, die nur wenige Zentimeter klein ist und mit der die Wärmeleistung stufenlos verstellt werden kann. Die Heizdauer beträgt dabei bis zu 18 Stunden.
Mit Hilfe dieser Heizungen ist Kälte im Skischuhe der sprichwörtliche Schnee von gestern. Bei dem 24-Stunden-Rennen in Aspen wurden derartige Produkte bereits eingesetzt, der Erfolg war überzeugend. Es herrschten Temperaturen weit unter minus 20 Grad, für die Heizung im Schuh kein Problem.
Auch für manche Teilnehmer und Teilnehmerinnen bei den Olympischen Spielen im Jahr 2006 in Turin war die Kälte im Skischuhe kein Thema mehr. Skifahrer und Snowboarder fuhren teilweise die Wettkämpfe mit den beheizbaren Schuhsohlen.
Skischuhe, Kälte und Heizung
So gibt es bereits gewisse Tests für den Heizschuh, um seine Leistung und Wirkung zu zeigen. Bei dem so genannten Kältetest wurde in der Kältekammer ein Schuh der Testperson mit der Heizung ausgestattet,
der andere nicht. Die Testperson musste eine halbe Stunde bei minus 10 Grad in der Kälte ausharren. Das Ergebnis wird durch eine Wärmebildkamera ermittelt. Bei dem unbeheizten Schuh sank die Gradzahl auf 8 Grad. Der beheizte zeigte eine Temperatur von über 20 Grad, der Fuß ist sehr gut durchblutet und die Testperson fühlt sich an diesem Fuß sehr wohl.
Wer sich nicht gerade eine Heizung gegen die Kälte zulegen möchte, der kann auch verschiedene andere Ratschläge befolgen. Man soll die Schuhe nicht über Nacht in der Kälte lassen, also vom Balkon oder aus dem Kofferraum nehmen. Durch die Kälte werden diese so steif, dass es teilweise nicht mehr möglich ist, in sie am nächsten Morgen einzusteigen. Und durch die Kälte im Schuh hat der Träger auch den ganzen Tag eher Eisklumpen an den Füßen. Grund für diese hohe Kälte ist, dass tagsüber die Füße beim Skifahren schwitzen und der Innenschuh dadurch feucht wird. Und wenn der Schuh über Nacht in der Kälte steht, gefriert diese Nässe im Schuh.



















