Skifahren in Tirol: Österreichs wichtigster Skiregion
Zum Skifahren bieten sich in den Alpenländern insbesondere Österreich und die Schweiz an, die beide über ein großes Angebot an Skigebieten verfügten. Tirol ist Österreichs wichtigste Skiregion und hat eine
nahezu unübersehbare Anzahl von Skiregionen mit einer großen Zahl von Liftanlagen und Pisten. Die bei Skifahrern jeglicher Provenienz so beliebte Skiregion erstreckt sich vom Arlberg bis zu den Kitzbühler Alpen. Kein österreichisches Bundesland verfügt über mehr Dreitausender als Tirol, so daß dort und vor allem auf den Tiroler Gletschern auch im Sommer Skigebiet möglich ist. Kein anderes Bundesland verfügt über eine dermaßen große Zahl von Skigebieten, von denen einige wie etwa Kitzbühel, St Anton und Ischgl auch weltweit bekannt sind. Hierzu trug nicht zuletzt bei, daß die Tiroler Hauptstadt Innsbruck in den Jahren 1964 und 1976 Austragungsort der Olympischen Winterspiele war.
Die wichtigsten Skigebiete des Bundeslands Tirol sind Achensee, Alpbachtal, Defereggental, Fieberbrunn, Gerlos, Hohe Tauern, Hochpustertal, Imst-Gurgltal, Innsbruck, Ischgl, Kaiserwinkl, Kaunertal, Kitzbühel, Kramsach, Kühtai, Landeck, Lienz, Nauders, Pitztal, Reutte, Seefeld, Serfaus/Fiss/Ladis, St. Anton und St. Christoph am Arlberg, Stubai, Tannheimertal, Wilder Kaiser/Brixental, Wildschönau, Wipptal, Zillertal und die Zugspitze.
Am Fuße des Skigebiets Achensee, das an Tirols größtem See liegt, befinden sich drei Orte, Achenkirch, Pertisau und Maurach. Alle drei verfügen über eine gut ausgebaute touristische Infrastruktur, sowohl für Sommer- als auch Wintertouristen. Bekannt sind die Pisten in Christlum am Rofan und Karwendel, die alle herrliche Ausblicke auf die reizvolle Landschaft bieten.
Das Skigebiet Alpbachtal ist geprägt von drei Orten, Kramsach, Breitenbach und Brandenberg. Bedeutsam sind die Pisten auf dem Reither Kogel und am Wiedersberger Horn, wo insbesondere Snowboardern hervorragende Bedingungen zur Ausübung ihres Sports finden. Das Alpbachtal verfügt außerdem über eine Reihe kleiner Seen, die im Winter zugefroren sind und auf denen man Schlittschulaufen kann.
Wichtigster Ort im Skigebiet Defereggental ist das 1.400 Meter hoch gelegene St. Jakob, die Skipisten führen bis auf eine Höhe von 2.500 Metern. Das Skigebiet liegt im Nationalpark Hohe
Tauern und verfügt im Hinblick auf seine Größe über ausreichend Lifte und Seilbahnen.
Das auf 800 Metern Höhe gelegene Fieberbrunn hat ein Skigebiet, das bis auf eine Höhe von 2.000 Metern reicht. Die Gesamtlänge der dortigen Pisten beträgt 35 Kilometer. Außerdem gibt es für Snowboarder mehrere Halfpipes und speziell für diesen Sport empfohlene Pisten.
Das Skigebiet um den Ort Gerlos mit dem Isskogel liegt im Zentrum des Zillertals. Deshalb ist es auch möglich, von Gerlos aus das gesamte Pistenangebot des Zillertals zu nutzen. Für Snowboarder gibt es in Gerlos eine sogenannte Boarders Town, wo eine 100 Meter lange Halfpipe auf Besucher wartet. Zu erwähnen ist auch eine Nachtrodelbahn mit Beleuchtung.
Das Skigebiet Hochpustertal verfügt über Abfahrten mit einer Gesamtlänge von 50 Kilometern. Für die Freunde des Skilanglaufs gibt es zusätzlich noch gespurte Loipen mit einer Länge von 115 Kilometern.
Das Skigebiet Hohe Tauern hat Pisten mit einer Länge von 70 Kilometern und befindet sich im Bereich der Orte Virgen, Kals,
Prägraten und Matrei. Erwähnenswert ist die Möglichkeit, Skitouren im landschaftlich überaus reizvollen Nationalpark Hohe Tauern zu unternehmen sowie die Langlauf-Loipen mit 100 Kilometern Länge.
Das Skigebiet Imst-Gurgltal liegt auf einer Höhe 1.000 bis 2.100 Metern und verfügt über insgesamt 94 Pistenkilometer mit 25 Liften und Seilbahnen. Das Skigebiet gilt als besonders familienfreundlich und hat außerdem die längste beleuchtete Nachtski-Piste Europas. Diese ist vier Kilometer lang.
Der Großraum Innsbruck verfügt über zahlreiche Skimöglichkeiten und war auch bereits Austragungsort der Winterolympiade. Es gibt sechs Skigebiete rings um Innsbruck, die eine Gesamtpistenlänge von 500 Kilometern haben, nämlich Patscherkofel, Oberperfuß, Mutterer Alm, Rosskogel und Axamer Lizum.
Das weithin bekannte Ischgl verfügt über Pisten mit einer Länge von 200 Kilometern, die sich auf einer Höhe zwischen 2.000 und knapp 2.900 Metern befinden. Weiterführende Informationen finden sich bei einem Klick auf Ischgl.
Im Kaiserwinkl liegen zwei Berge, der Wilde Kaiser und der Zahme Kaiser. Das Skigebiet verfügt über Pisten mit einer Länge von 45 Kilometern und liegt an den Orten Kössen, Walchsee und Schwendt. Besonders attraktiv ist der Kaiserwinkl für Skilangläufer, die diesen Sport auf 180 Kilometern Loipe genießen können.
Das Kaunertal wird dominiert von einem 3.500 Meter hohen Berg, der Weißseespitze. Das Skigebiet hat 30 Kilometer Pisten und acht Lifte. Zudem liegt an der Weißseespitze eine der größten Gletscherflächen der östlichen Alpen.
Das weit über Österreich bekannten Kitzbühel verfügt neben einer großen Anzahl von Pisten über zahlreiche Möglichkeiten zum Après-Ski und zum Feiern. Außerdem gibt es in unmittelbarer Nähe des Ortes auch Rodelmöglichkeiten.
Kramsach liegt nahe am Zillertal an mehreren Seen, die im Winter gefroren sind und die Möglichkeit zu Schlittschuhlauf und Eisstock-Schießen in herrlicher landschaftlicher Umgebung bieten.
Attraktive Skipisten befinden sich am Sonnwendjoch, wo es auch die Möglichkeit zum Nachtskifahren gibt.
Das Skigebiet Kühtai erfreut den Wintersportler mit Pisten von 40 Kilometern Länge in verschiedenen Schwierigkeitsstufen. Aufgrund der hohen Lage des Gebiets gilt dieses als sehr schneesicher.
Im Skigebiet Landeck gibt es 25 Kilometer Pisten und sieben Lifte beziehungsweise Seilbahnen. Bemerkenswert ist der Snowboard-Funpark in Landeck, der eine Halfpipe hat, die Wettbewerbsregeln erfüllt.
Lienz, ein Skigebiet mit 55 Kilometern Pisten gilt als überaus familienfreundlich. Dominiert wird es vom Hochstein. Außerdem gibt es Landlaufloipen mit einer Länge von 115 Kilometern.
Das Skigebiet Nauders liegt am Reschenpass und bietet einen Blick auf die Sesevnna und die Samnnaun-Gruppe ebenso wie auf die Ötztaler Alpen. Aufgrund der hohen Lage ist das Skigebiet Nauders überaus schneesicher, die Pisten befinden sich auf Höhen zwischen 1.400 und knapp 2.900 Metern.
Das im Pitztal gelegene Hochzeiger-Skigebiet verfügt über Pisten mit einer Gesamtlänge von 40 Kilometern, die auf einer Höhe bis maximal 2.450 Metern liegen. Das Pitztal hat mit der Wildspitze Tirols höchsten Berg, wo sich auch ein weithin bekannter Gletscher befindet.
Wo noch Skifahren in Tirol?
Reutte ist der Zugangsort zum Skigebiet Hahnenkamm, das sich durch seine große Zahl schwieriger Abfahrten auszeichnet. Der 1.940 Meter hohe Hahnenkamm ist der Hausberg des städtisch
geprägten Reuttes, das 5.700 Einwohner und 3.700 Gästebetten hat. Der Hahnenkamm ist bekannt für seine Schneesicherheit und seine langen Abfahrten, insbesondere die Talabfahrt, die an manchen Stellen eher für geübte Skifahrer zu empfehlen ist. Attraktiv ist Reutte vor allem auch aufgrund seiner zahlreichen Langlaufloipen. Die meisten von diesen laufen entlang des Lechs in einer überaus schönen Landschaft. Eine schöne Loipe startet am Langlaufzentrum Waldrast und führt dann über Klasenwald und Rieden zum Riedener See. Neben den Langläufern bietet Reutte auch den Freunden des Nordic Walking einige schöne Strecken, eine von diesen führt wiederum am Lech entlang. In der Nähe von Reutte liegt der Plansee, auf dem man im Winter Schlittschulaufen kann. Eine Attraktion des Plansees ist die Möglichkeit zum Eistauchen. Am Alten Gaichpass gibt es eine 0,5 Kilometer lange Nachtrodelbahn und für Freunde des Winterwanderns bietet Reutte Winterwanderwege mit einer Länge von 40 Kilometern.
Seefeld liegt nahe am Naturschutzgebiet Karwendel und am Leutaschtal. Mit 25 Seilbahnen und Liften bietet es Zugang zu zahlreichen Pisten. Besonders erwähnenswert ist Seefeld aufgrund der vielfältigen Langlaufloipen, die eine Gesamtlänge von 250 Kilometern haben.
Die drei Orte Serfaus, Fiss und Ladis liegen im Inntal und bieten Pisten auf Höhen zwischen 1200 und 2.700 Metern. Miteinander bieten die drei Orte eines der größte Skigebiete der östlichen Alpen, das gleichzeitig als sehr familienfreundlich gilt.
Auf Tiroler Gebiet liegen am Arlberg die Orte St. Anton und St. Christoph, auf der Vorarlberger Seite liegen Zürs und Lecht. Der Arlberg bietet dem Alpin-Sportbegeisterten auf der Tiroler Seiten Abfahrten in einer Länge von 60 Kilometern, die von einer enormen Vielfalt an Pisten und Skirouten geprägt sind. Die vier Bereiche, in denen sich das Skigebiet unterteilt, sind Albona,
Rendl, Galzig und Gampen/Kapall. Die längste Piste des Arlbergs führt von der Bergstation der Vallugabahn bis nach St. Anton und ist sagenhafte 10,2 Kilometer lan.Für Langläufer gibt es gespurte Loipen mit einer Gesamtlänge von 70 Kilometern austoben können. 2001 fand in St. Anton die alpine Ski-Weltmeisterschaft statt, was dem Ort neben weltweiter Aufmerksamkeit auch eine Reihe von Einrichtungen wie etwa ein neues Hallenbad bescherte. Neben dem beachtlichen Angebot an Skipisten und Loipen zeichnet sich St. Anton auch durch ein quirlige Nachtleben und eine Vielzahl an Après-Ski Gelegenheiten aus. Das Skigebiet St. Johann liegt in der Nähe des Kitzbühler Horns und ist eng verbunden mit dem Ort Oberndorf. Die Gegend gilt als überaus schneesicher, da die aus dem Nordwesten kommenden Wolken sich hier anstauen und ihre Last abladen. In St. Christoph wurde bereits im Jahr 1901 der Skiclub Arlberg gegründet, der in den anschließenden Jahren viele Skirennen veranstaltete. Und 1931 wurde der erste Skilift Österreichs auf der Tiroler Seite des Arlbergs eröffnet.
Der Gletscher von Stubai ist Österreichs gröstes Gletschergebiet, das Skibegeisterten während des ganzen Jahres Schneesicherheit bietet. Fünf Orte liegen im Stubaital: Schönberg, Fulpmes, Mieders, Telfes und Neustift. Das Skigebiet zeichnet sich durch Pisten mit einer Gesamtlänge von 60 Kilometern aus, auf denen Sportler mit 22 Lift- und Seilbahnen nach oben befördert werden. Die höchsten Pisten des Skigebiets Stubai reichen bis auf eine bemerkenswerte Höhe von 3.200 Metern. Neben dem Alpinski bietet das Stubai mit seinem Gletscher auch für die Freunde extremerer Wintersportarten vielfältige Möglichkeiten. So kann man beispielsweise auf den Gletschern Eisfernjoch, Gaiskarferner, Fernauferner, Daunferner Skifahren und Tourengehen. Das Stubaital bietet auserdem auch Snowboardern vielfältige Möglichkeiten, ihrer Leidenschaft nachzugehen.
Mit Abfahrten in einer Länge von 40 Kilometern und unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen bietet das Tannheimertal jeden Skifahrern etwas nach seinem Gusto. Insbesondere Familien und Skifahrer mit schwachen bis mittleren Kenntnissen finden auf den Abfahrten des Tannheimertals viele Betätigungsmöglichkeiten. Besonders beliebt ist die Talabfahrt vom Füssener Jöchle sowie die Rohnenabfahrt nach Schattwald-Zöbeln. Bereits im 19. Jahrhundert wurde das zwischen Allgäuer und Lechtaler Alpen gelegene Tannheimertal
wegen seiner landschaftlichen Schönheiten gerühmt. Auch heute ist er bei vielen Besuchern wegen seiner unberührten Natur und seiner reizvollen Landschaften überaus beliebt. Fünf Orte prägen das Tal: Grän, Haldensee, Tannheim, Zöblen und Schattwald. Auch für Skitouren und ausgedehnten Winterwanderungen ist das Tannheimertal ideal. Bekannt ist das Tal für seine zahlreichen Langlaufloipen, die zu sportlicher Aktivität mit herrlichen Ausblicken einladen. Hierzu zählt besonders die Lopie zum Vilsalpsee. Auf letzterem kann man auch Schlittschuhlaufen, ebenso wie auf dem im Winter gefrorenen Haldensee. Eine besondere Attraktion sind die Halfpipes für Snowboarder und das Nachtrodeln am Gaichtpass, wo die Rodelstrecke mittwochs und freitags beleuchtet wird. Zu erwähnen sind auch die Pferdeschlittenfahrten (auch nachts), die sich bei vielen Touristen großer Beliebtheit erfreuen.
Das Skigebiet Wilder Kaiser-Brixental liegen in den Kitzbühler Alpen und bilden unter dem Namen SkiWelt Wilder Kaiser-Brixental das größte Skigebiet Österreichs. In diesem haben sich neun Orte zusammengeschlossen: Hopfgarten, Westendorf, Ellmau, Thale, Söll, Itter, Scheffau und Kelchsau. Es hat 250 Kilometer Pisten und 90 Liften beziehungsweise Seilbahnen. Außerdem gibt es in der Region 170 Kilometer Loipen und 300 Kilometer Winterwanderwege.
Auch das Skigebiet Wildschönau bietet eine breite Auswahl unterschiedlicher Pisten mit einer Länge von 25 Kilometern. Es gilt als besonders familienfreundlich und verfügt über eine beachtliche Menge von Unterkunften verschiedener Preisklassen.
Das in der Nähe von Innsbruck gelegene Wipptal verfügt über 25 Kilometer Pisten sowie 25 Lifte und Seilbahnen. Es hat außerdem eine fünf Kilometer lange Rodelbahn, auf der auch Kinder Ihren Spaß haben können.
Das Zillertal ist eines der attraktivsten und bekanntesten Skigebiete Österreichs. Es verfügt über insgesamt 450 Pistenkilometer, die von den 25 Gemeinden des Zillertals unterhalten weren. Der bekannteste Orte des Zillertals ist Mayrhofen, berühmt ist aber auch der Hintertuxer Gletscher, der über 80 Kilometer Pisten verfügt.
Eine Reihe von Tiroler Orten liegt in der Zugspitz-Region und geben ihr ihren unverwechselbaren Charakter: Berwang, Biberwier, Bichlbach, Ehrwald, Heiterwang, Lähn-Wengle und Leermos. In der Tiroler Zugspitz-Region, die auch als Tirol Zugspitz Arena bezeichnet wird, befinden sich vier Skigebiete: Ehrwalder Alm, Grubigstein, Marienberg und Bergwangertal. Auf österreichischer Seite der Zugspitze wurde bereits im Jahr 1926 eine Seilbahn errichtet. Heute befindet sich in Ehrwald eine moderne Kabinenbahn, die nur zehn Minuten bis zum Gletscherskigebiet auf dem Zugspitzplatt benötigt. Ab einer Höhe von 1.500 bis auf 2.830
Meter bieten die dortigen Pisten Skifahrern jeder Erfahrung ideale Voraussetzungen, insbesondere da diese aufgrund ihrer Höhe als besonders schneesicher gelten. Abfahrten für Skifahrer und Snowboarder gibt es sowohl in Form von leichten Pisten als auch als schwierig zu fahrende Strecken; eine Reihe von Tiefschneehängen begeistern Freerider. Neben der Zugspitze ist vor allem der 2.233 Meter hohe Grubigstein bei Besuchern sehr beliebt. Er bietet in seinem unteren Bereich eine Reihe einfacher Abfahrten, auf denen auch Familien mit Kindern ruhig fahren können. Auf größeren Höhen sind dagegen schwierigere Pisten, die nur geübteren Skifahrern zu empfehlen sind. Besonders gilt die für die als Kanonenrohr bezeichnete Abfahrt. Freunde des Langlaufs finden in der Tirol Zugspitz Arena ein vielfältiges Angebot von Loipen in einer landschaftlich überaus reizvollen Gegend. Da einige Loipen auf größeren Höhen gespurt sind, können Langläufer noch bis in den April hinein ihrem Hobby nachgehen. In Leermoos gibt es sogar einen Nachtlanglauf mit Fackeln. Zum attraktiven Angebot der Region, insbesondere für Familien, zählen desweiteren Ausritte mit Haflingern, Lamas, Schneeschuhwanderungen und Mondscheinrodeln. Auch Tandem-Gleichschirmflüge werden angeboten, ebenso wie verschiedene Möglichkeiten zum Schlittschuhfahren, Eiststockschießen und Winterwandern.



















