Spezialfall Sprungski – Zum Skispringen auf Schanzen

Skispringen SprungskiDa es beim Skifahren verschiedene Sportarten gibt, unterscheiden sich auch die Ski anhand ihrer Form und Verwendung. Der Sprungski ist ein speziell für den Skisprung entwickelter Ski. Die Anfänge des Skispringens gehen auf das Jahr 1881 zurück. Wurden die dabei verwendeten Modelle früher aus Holz gefertigt, bestehen sie heute aus Kunststoff, und zwar in mehrschichtiger Konstruktion.

Die Sprungski sind bis 20 cm breit und ihre Länge beträgt ca. 2,5 Meter. Skispringen ist ein reiner Wettkampfsport. Die Festlegung für den Wettkampf beschränkt die Breite der Ski auf max. 11,5 cm, max. 10,5 cm in Höhe der Bindung. Deren Länge darf 146% der Körpergröße des Sportlers nicht überschreiten. Beispiel: Der Skispringer misst 1,80 Meter. Damit darf sein Ski für den Wettkampf eine maximale Länge von 180 x 146% = 262 cm betragen. Auch das Mindestgewicht ist pro 10 cm Skilänge für den Wettkampf festgelegt. Sprungski wird von vielen Herstellern angeboten und in verschiedenen Arten angeboten. Welcher Sprungski, am besten wir den Sportler ist, kann er selbst meist durch Probespringen mit dem Ski beurteilen. Durch Werbeverträge sind Sportler teilweise dazu angehalten, die Sprungski einer bestimmten Marke zu verwenden.

Ausgeübt wird das Skispringen auf Schanzen. Es gibt nach Größe eingeordnet ( K-Punktweite) kleine Schanzen (25-45 m) bis zur Flugschanze (145-185 m) vier Kategorien. Alle Schanzen haben einen Anlaufturm, Schanzentisch, Aufsprungbereich und einen Auslauf. Zu einer Schanzenanlage gehören zudem der Sprungrichterturm, ein Lift und die Trainerbühne. Des weiteren die Anlagen für die Zuschauer, Journalisten, etc.

Jede Schanze hat individuelle Schanzenwerte, die durch die Planung und Ausführung dieser entstehen. Dazu gehören zu der Anlauflänge vor allem der Schanzentisch. Die Ausbildung des Schanzentisches ist wichtig für den effektiven Absprung. Ein wichtiger Wert für die Schanze ist auch der Luftstand des Tisches (Höhe an der Absprungkante).

Der Skispringer hat das Ziel eine möglichst Große Weite (Sprungleistung) mit einem technisch gut durchgeführten und gestandenen Sprung zu erreichen. Die Sprungleistung wird mit der Weite und die Durchführung mit der Haltungsnote bewertet.

Skispringen, Sprungski und Schanzen

Da sich durch Wetter- und Schanzenverhältnisse die Sprungweiten ändern, wird die Wahl der geeigneten Anlauflänge am Anfang des Wettkampfes durch Vorspringer ermittelt. Zudem dient das Vorspringen auch dem Einfahren der Spuren für den Anlauf. AuchBerg Schnee Skispringen während des Wettkampfes wird die Anlauflänge durch Wahl der Startluke gekürzt, wenn ein Springer auf eine kritische Weite ( Änderung der Neigung am Ende des Aufsprungbereiches) kommt. Dies ist oft der Fall, wenn während des Wettkampes Gegenwind auftritt, der dem Springer weiteren Auftrieb verleiht.

Während des Fluges ist die Körperspannung und die nach vorn gestreckte Körperhaltung von großer Wichtigkeit. Die heutige Skihaltung während des Fluges in V-Form nutzt am effektivsten den Luftwiderstand für größere Weiten gegenüber der veralteten Parallelhaltung der Skier. So haben sich im Laufe der Zeit die Techniken verfeinert. Das gilt auch für die Konstruktion und das Präparieren der Sprungski, der sich stark vom Rennski unterscheidet.

Seit 1924 ist der Skisprung olympisch und erfreut sich seither wachsender Beliebtheit. So gibt es alljährlich viele bekannte Wettkämpfe. Dazu gehört zum Beispiel die Vier-Schanzentournee. Diese wird seit 1953 durchgeführt. Den Namen trägt der Wettkampf wegen der vier Schanzen, Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen, von denen gesprungen wird.

Zu Trainingszwecken wurde im Sommer das Springen auf sogenannten Mattenschanzen eingeführt. Mittlerweile haben sich hieraus aber sogar eigenständige Wettkämpfe entwickelt, die dem Skispringen auch im Sommer eine gewisse Präsenz verschaffen. Dies gilt aber nicht für die Medien, wo das Springen auf Mattenschanzen bisher nur auf sehr geringes Interesse gestoßen ist.