Neuentwicklung Slalom-Carver – Kurvenschneiden und Drehfreude
Es gibt eine Vielzahl von Slalom-Carver und der interessierte Skifahrer fühlt sich angesichts der Fülle des Angebots leicht überfordert. Da ist es wichtig zu wissen, daß der Begriff Carving schneiden bedeutet. Man fährt überwiegend auf der Kante des Ski.
Der wichtigste Fakt bei der Auswahl des richtigen Slalom-Carver besteht darin, wie gut man schon Ski fahren kann und ob man sein Können verbessern will. Besonders wichtig bei diesem Ski ist die Länge. Es gibt viele Tabellen, wo man nach Grösse und Können die Skilänge bestimmen kann, aber diese sollten nur als Hilfe gedacht. Jeder muss sein Optimum selbst finden, wobei Könner dazu raten, das ein kurzer Slalomcarver mit einer Länger von 160 cm bis 170 cm am Besten ist.
Also empfiehlt es sich für den Anfänger die Ski auszuleihen. Dieses ist kostengünstiger als der Kauf und wenn die Länge nicht optimal ist, so ist ein Umtausch leichter durchzuführen. Ausserdem kann man dabei gleich testen, ob das Carven selbst einem liegt oder ob man lieber eine andere Variante des Abfahrtlaufes wählen sollte.
Die meisten Fachhändler leihen vor dem Kauf die Ski aus. Das kostet zwar eine geringe Gebühr, aber diese wird beim Kauf, zumindest teilweise, verrechnet. Die Entscheidung für ein Paar sollte nicht im Geschäft, sondern auf der Piste fallen. Denn nur bei einem Testlauf, kann erkannt werden, ob einem der ausgesuchte Slalom-Carver auch wirklich liegt. Es wird empfohlen zwei bis drei Paar Ski an einem Tag, mit je zwei Läufen, zu testen und sich danach zu entscheiden.
Slalom-Carver, Torsionssteifheit, Radius
Oft tauchen die Begriffe „hart“ und „weich“ im Zusammenhang mit dem Carver auf. Diese Eigenschaften, welche man auch Flex nennt, sind für die Kurvenfahrt sehr wichtig. Sind die Schaufeln, sprich die Spitzen,
sowie die Enden eher weich, so lassen sich Kurven besser und enger fahren. Sind sie allerdings zu weich, so beginnen sie zu flattern, je schneller man fährt.
Neben dem Flex, gibt es noch die Torsionssteifheit, kurz TS genannt. Je höher diese ist, desto weniger verwindet sich der Slalomcarver in seiner Längsachse. Dadurch kanten oder greifen die Schaufel und das Skiende genauso stark, wie die Skimitte. Diese Eigenschaft ist gerade bei diesem Skimodell sehr wichtig.
Ein weiteres Merkmal für den Slalomcarver ist der angegebene Radius. Waren vor wenigen Jahren noch Radien bis zu 30 m durchschnitt, so liegen sie heute bei etwa 20 m. Der durchschnittliche Carver fährt einen Radius von etwa 10 bis 15 m, was Kreisen von 20 bis 30 m entspricht. Daher sollte man sich für Ski entscheiden, die eine Radiusangabe von maximal 20 m haben.
Nachdem die Entscheidung für einen Ski gefallen ist, steht die Frage, ob man diesen nun Kaufen oder Leihen soll. Die hier interessierenden Modelle sind bei einem Neukauf nicht gerade preiswert. Die Angebote beginnen bei etwa 400 Euro. Nach oben hin sind fast keine Grenzen gesetzt. Wer nur einmal im Winter für ein oder zwei Wochen in den Skiurlaub fährt, für den ist ein Leihski sicher die bessere Lösung. Denn man entwickelt sein Können immer weiter und es wäre eine recht kostspielige Angelegenheit, wenn man jeden Winter, durch wachsende Ansprüche, neue Slalom-Carver kaufen müsste. Eine völlig andere Art von Schi ist dagegen der Telemark-Ski.































