Ski, Skier und Ski-Modelle
Prinzipiell gibt es drei verschiedene Arten von Skiern und Ski-Modelle: Alpinski für die Abfahrt, Nordische Ski für den Skilanglauf und Sprungski für das Skispringen. Für jede dieser Gruppen gibt es unzählige Untergruppen mit einer Vielzahl von verschiedenen Skiern für spezielle Zwecke, wie etwa Rennski, Slalomski oder Freestyle-Ski. Auch für Männer, Frauen und
Kinder gibt es unterschiedliche Modelle von Skiern, die den spezifischen Bedürfnissen dieser Gruppen gerecht werden. Dabei geht es besonders um Gewicht, Kraft und Körpergröße, die einen wichtigen Einfluß auf die Wahl des optimalen Skis und insbesondere auf dessen Länge haben. Inzwischen gibt es sogar Ski-Modelle für sehr kleine Kinder.
Ein Ski, von manchen auch als Schi geschrieben, ist im Prinzip nur eine Form von Brett, deren Spitze nach oben gebogen ist und die es einem Skiläufer erlaubt, mit den in der Bindung befestigten Skischuhen eine Piste hinabzufahren. Im Gegensatz zu heute mußte man angesichts nicht vorhandener Skilifte in früheren Zeiten aber noch aufsteigen, bevor man einen Berg per Ski abfahren konnte. Naturgemäß gehören immer zwei Skier zu einer Ausrüstung, wobei verschiedene Mehrzahlform des Wortes Ski gebräuchlich und korrekt sind, nämlich Skis, Skier und Ski. Daneben gibt es eine Vielzahl regionaler Formen dieses Wortes, das sowohl im Englischen, Französischen, Deutschen und allen Dialekten dieser Sprachen gebräuchlich ist.
Skier wurden bereits seit mehreren tausend Jahren in verschiedenen Teilen der Welt verwendet, sowohl im europäischen Alpenraum, als auch in Skandinavien und sogar in China, wo die ältesten Höhlenmalereien entdeckt wurden, die Skifahrer zeigten. Das
Alter dieser Malereien wurde auf mehr als 4.000 Jahre geschätzt. Bereits zu dieser Zeit waren Menschen offensichtlich auf die Idee gekommen, mit Hilfe flacher Holzbretter in Gelände vorzudringen, das ansonsten nur schwer zugänglich gewesen wäre. Insbesondere zum Zwecke der Jagd im Winter, wo die Nahrungsmittel sehr knapp und vor allem frisches Gut knapp ist, erwies sich dies sicherlich als großer Vorteil.
Mathias Zdardsky und die Anfänge
der Skier
Die moderne Geschichte des Ski beginnt zu Anfang des Zwanzigsten Jahrhunderts mit dem Österreicher Mathias Zdarsky, der in Lilienfeld, Niederösterreich mit eigenentwickelten Skiern erstmals einen Slalomlauf durchführte. Die von Zdarsky verwendeten Skier bestanden wie alle davor aus Holz, das auch in den nächsten 50 Jahren das einzige Material für die Herstellung von Ski blieb. Die durch den Zweiten Weltkrieg beschleunigte Entwicklung der Kunststofftechnik leitete dann auch in der Skiherstellung eine revolutionäre Umwälzung ein, da Ski aus Kunsttoff gegenüber solchen aus Holz eine Reihe von Vorteilen haben: Sie sind leichter, besser zu bearbeiten, bruchfester, flexibler und in entsprechender Menge produziert auch erheblich billiger. In den 1960er Jahren erlebten Kunststoff-Skier ihren entscheidenden Durchbruch und lösten die bis dahin gebräuchlichen Ski aus Holz ab. Während dieser Dekade wurden zunächst noch Kunststoff-Skier auf Basis eines Holzkerns verwendet, doch in den 1970er Jahren wurden diese durch ausschließlich aus Kunststoff bestehende Ski abgelöst. Inzwischen bietet eine ganze Reihe von Firmen wie etwa Atomic, Salomon, Fischer, Head, K2 und Rossignol hochqualitative und technisch ausgereifte Skier vor. Eine Vielzahl unterschiedlicher Ski-Modelle ist insbesondere für Alpin-Ski verfügbar.































