Spaßfaktor Fun-Carver – Geschwindigkeit und Dynamik mit Funcarven

Skifahrer Fun-CarverFun-Carver sind eine neue Erscheinung und sind kennzeichnend für den Skisport, der sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten immer mehr diversifiziert hat. Die Menschen, die sich für Ski als Hobby und bevorzugte Freizeitbeschäftigung entscheiden, werden dazu nicht selten durch Medien, wie beispielsweise durch die Sportübertragungen im Fernsehen, oder aber durch Freunde und Verwandte, die die Sportart ausüben, inspiriert und animiert.

Es hat sich im Zuge dessen ein breites Spektrum an Disziplinen und Varianten herausgebildet, die mehr oder weniger „ernst“ betrieben werden. Zwar bedeutet das englische „Fun“ als Wortbestandteil gerade im Sport sicher nicht, dass die Sportart deshalb nicht ernst zu nehmen und anspruchsvoll sei. Meist jedoch deutet es darauf hin, dass es sich um eine wenig reglementierte und damit für individuell kreative Ausgestaltung offene Form handelt.

So verhält es sich auch mit dem so genannten Funcarving, für dessen Ausübung viele Sportler spezielle Fun-Carver bevorzugen. Unter Carving wird generell das Skifahren verstanden, bei dem die Hände und Arme im Schwungzentrum Balance und Steuerung der Bewegung ermöglichen. Es lässt sich anhand der von Carvern im Schnee hinterlassenen beziehungsweise gefahrenen Spuren erkennen, ob es sich dabei um Carving handelte, da die Spuren im Idealfall Schienen gleichen. „Carving“ bedeutet wörtlich übersetzt „Schnitzen“, der Fahrer schnitzt also gewissermaßen seine Spur in den Schnee, und die Disziplin wird bisweilen auch als „Schnittschwung“ bezeichnet.

Der Sportler fährt dabei vollständig auf der Kante, was früher nur dem Steuern diente und heute auch noch im konventionellen Skisport so praktiziert wird. Erst mit zunehmender Popularität des Snowboardfahrens kam Carving als eigene Variante auf. Mittlerweile gibt es dazu ein breites Spektrum an Carving-Skiern und dazu passender Spezialausrüstung. Die Skier unterscheiden sich insofern vom klassischen Ski, als die Kanten in den Schnee greifen bzw. wesentlich stärkeren Halt bieten.

Fun-Carver – Zuschauer und Fahrer

Carving ist nicht nur als praktizierter, sondern auch als Zuschauersport sehr attraktiv, da sich der Sportler bei großem Können im perfekten Carving-Schwung in der Kurve so weit dem Boden nähert, dass er mit der Hand den Schnee berühren kann – er legt sich also ähnlich einemBerg Piste Carving Motorradfahrer mit dem ganzen Körper in die Kurve und richtet sich natürlich danach geschmeidig aus der Kurve gleitend wieder auf. Nicht nur die Ausrüstung ist darauf zugeschnitten, sondern auch die Pisten müssen speziell angelegt bzw. präpariert sein: es handelt sich dabei um ganz glatte Pisten mittlerer Hangneigung, die auch als Skiautobahnen bezeichnet werden. Besonders spektakuläre Anblicke gibt es dabei bei Race-Carver.

Bisweilen werden auch spezifische Skibindungen verwendet. Die extra Halt bieten und ein Berühren zwischen Piste und Schuh verhindern sollen. Funcarving ist nun die Variante der Skisportart, bei der verschiedene Schwünge und Kurven wie spielerisch ausprobiert werden. Wie der Name sagt, spielt dabei in erster Linie der Spaß eine Rolle, es geht nicht um Wettkampf oder Ausführen gegebener Kunststücke oder Performances.

Funcarving lässt sich relativ leicht erlernen, erfordert aber in Perfektion großes Können, das in erster Linie auf einem hohen Maß an Körperbeherrschung, Balance, Kondition und Kraft beruht. Die Technik erfordert darüber hinaus auch ein Gefühl für Bewegung und eine gewisse Lockerheit, die mit speziellen Fun-Carver am leichtesten ist. Am günstigsten für das Erlernen ist meist vorherige Erfahrung im Snowboard- oder aber im Skifahren, insbesondere mit Abfahrt-Skier. Dies erleichtert das Carven, da man sich bereits relativ sicher auf den Skiern beziehungsweise dem Board und damit auch im Schnee fühlt und die Anfangsschwierigkeiten bezüglich der Unsicherheit wegfallen.

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