Pistenspaß mit Abfahrt-Skier
Abfahrt-Skier und Langlauf-Ski sind die beiden Alternativen, zwischen denen sich Neulinge im Skisport zu entscheiden haben: Ersterer ist auch unter der Bezeichnung Alpinski bekannt. Darunter versteht man das Skifahren auf einer abschüssigen Fläche, einem Hang beziehungsweise einer darauf präparierten Piste. Beim Langlauf hingegen fährt oder besser gesagt läuft man auf einer Ebene, die insofern präpariert ist, als zuvor im Schnee so genannte Loipen gezogen werden. Bei diesen handelt es sich um parallele Spuren, in denen sich die Sportler fortbewegen.
Abfahrtski gilt gemeinhin als risikoreicher, da die Geschwindigkeit hier eine wesentlich größere ist und das Verletzungs- und Unfallrisiko auch durch andere Faktoren steigt. Aus diesem Grund ist diese Ski-Art eher für etwas forschere Anfänger geeignet, die über die entsprechenden Abfahrt-Skier verfügen. Allerdings erfreut sie sich gerade wegen der medialen Präsenz und zahlreichen Übertragungen von Wettkämpfen auf diesem Gebiet steter und nicht nachlassender Beliebtheit und findet immer wieder begeisterte Anhänger.
Als Begründer des Alpinskis wird gemeinhin ein Österreicher, Mathias Zsarsky, betrachtet, der 1905 in Niederösterreich einen ersten Torlauf veranstaltete und damit die Technik des Fahrens auf abschüssigem Gelände erfand bzw. zu propagieren begann. Daraufhin wurde zunehmend auch das Material den neuen Erfordernissen angepasst bzw. gänzlich neu dafür konzipiert. Dies verschaffte dem Skisport eine neue Grundlage und eine besondere Dynamik, da gleichzeitig zu dessen Entwicklung neue Werkstoffe, insbesondere im Bereich Kunststoff entstanden, die völlig neue Möglichkeiten boten.
Die Wintersport-Industrie und der Abfahrt-Skier
Später sollte daraus ein ganzer Industriezweig entstehen, wobei zunächst in den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts der erste Kunststoffski auf den Markt kam, der noch einen Holzkern besaß, und dieser wurde einige Jahrzehnte später schließlich vollständig durch den auch heute noch üblichen Kunststoffski ersetzt. Die Alpinski unterscheiden sich von denen für Langlauf
gebräuchlichen im wesentlichen dadurch, dass sie ca. 10 cm breit sind und eine Stahlkante besitzen, die der Haltfindung dient. Heute sind fast alle erhältlichen Skier aus diesem Bereich gleichzeitig Carvingskier.
Darüber hinaus gibt es aber auch noch Spezialtypen von Abfahrt-Skier wie die so genannten Tourenskier, die mit Fellen besetzt sind, besondere Skier für Buckelpisten, die Telemarktechnik oder auch das Fahren im Tiefschnee. Im Gegensatz dazu besitzen nordische oder Langlaufski eine ganz andere Bindung, die nämlich die Ferse nicht an den Ski bindet, sondern nur die Fußspitze. Langlaufski sind schmaler und länger als Alpinski, nämlich nur ca. 5cm breit.
Allerdings zählen zur Kategorie der Langlaufski auch die für Sprungschanzen verwendeten, die eine Länge von bis zu 2,5 Metern besitzen und eine Breite von bis zu 20cm. Die beiden Skitypen müssen jedoch völlig anderen Anforderungen genügen und unterscheiden sich deshalb in mehrerer Hinsicht, so dass die eine Sportunterart nicht mit den Skiern betrieben werden kann, die ausschließlich für die andere geeignet sind. Eine völlig andere Art von Skiern wird für das Skispringen benötigt, nämlich Sprungski.































