Neuheit Freestyle-Ski – Geschichte und Technik

Freestyle Freeride SkifahrenFreestyle-Ski ist eine neue Erscheinung in einer Sportart, die sich als zeitlos bezeichnen lässt. Seit Jahrzehnten erfreut sie sich das Skifahren zunehmender Beliebtheit. Dies ist sicher nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass es sich dabei um einen sehr vielseitigen Sport handelt, der vielen Ansprüchen und Bedürfnissen gerecht wird. Als eine eigene Disziplin neben den klassischen beiden, dem Langlauf und dem Alpinski, hat sich das so genannte „Freestyle Skiing“ herausgebildet.

Wer den Begriff Freestyle noch nicht kennt, dem mag vielleicht die früher gebräuchliche Bezeichnung des „Trickskifahrens“ vertraut erscheinen. Es handelt sich dabei um einen Oberbegriff für einzelne Arten des Alpinski, nämlich das Fahren auf Buckelpisten, das Anspringen von Sprungschanzen, die jeweilige Ausübung von Figuren und Kunststücken, dies besonders auch in der Halfpipe und darüber hinaus den Wettkampf zwischen zwei Gruppen, die in Können miteinander konkurrieren und nach Geschicklichkeit beurteilt werden.

Die Technik ist dabei wesentlich und wird mittels speziellen Alpinskiern, die sehr kurz sind, ausgeführt. Mittlerweile gibt es in dieser Disziplin, auf der Basis der bereits 1980 eingeführten Reglementierung durch den FIS, den Internationalen Skiverband, sogar Weltmeisterschaften, genauer gesagt seit 2006 exakt zwei Jahrzehnten. Seit 1992 ist das Freestyle Skiing zudem olympische Disziplin, besitzt damit also internationale Anerkennung als eigene Sportart. Beim Freestyleskiing erfolgt ähnlich wie beispielsweise beim Eiskunstlauf die Bewertung durch eine Jury und aufgrund eines Punktesystems. Der Gewinner ist letztlich der Teilnehmer mit der höchsten Gesamtpunktzahl. Punkte werden vergeben für einzelne Punktgruppen, nämlich die so genannten Aerials, Half Pipe und Moguls.

Freestyle – Aerials, Half Pipe und Mogul

Aerials sind die Sprünge, die auf einer Sprungschanze ausgeführt werden. Die Sprünge sind Kombinationen aus Drehungen, Saltos uns Beingrätschen und unterscheiden sich durch den jeweiligenFreestyle Ski Freeride Schwierigkeitsgrad, nach dem sich auch die vergebenen Punkte richten. Die so genannten Half Pipes werden in einer Halfpipe ausgeführt, wobei erneut Schwierigkeitsgrad und Qualität der Ausführung in die Bewertung eingehen. Bei den Moguls unterscheidet man zwischen Moguls, bei denen ein Teilnehmer über eine Buckelpiste fährt und zwei Sprünge ausführt, und Dual Moguls, bei denen zwei Sportler synchron gegeneinander fahren, bei denen also der direkte Vergleich eine Rolle spielt.

Eine weitere Unterdisziplin von Freestyle-Ski, die einen Vergleich vorsieht, ist darüber hinaus das so genannte Ski Cross: hierbei treten vier bis sechs Sportler in einen Wettkampf gegeneinander- diese Disziplin gilt als extreme Herausforderung, da hier die Geschicklichkeit der Sportler aufs äußerste erprobt wird in einem sehr anspruchsvollen Fahrkurs, der Elemente wie Wellen und Steilkurven beinhaltet. Nur die beiden Gewinner aus dieser Runde steigen auf bzw. kommen eine Runde weiter.

Eines der wesentlichen Merkmale dieser Sportart, die letztlich auch dazu beitrug, dass auf seine Reglementierung gedrängt wurde, ist das große Risiko, dass mit der Ausübung verbunden ist. Nur mittels  entsprechender Vorgaben und verbindlicher Richtlinien kann dieses insoweit eingeschränkt werden, dass die Verletzungs- und Unfallgefahr in einem verantwortlichen Rahmen bleibt. Generell handelt es sich dabei jedoch um eine sehr attraktive Sportart, die viel Skispass im Schnee mit sich bringt, wenngleich nur für eine relativ eingeschränkte Zielgruppe.