Die Ski-Bindung richtig einstellen – ÖNORM ISO, Tibamethode und Plattenbindung
Die Ski-Bindung hat für jeden Skifahrer eine sehr wichtige Bedeutung. Durch sie wird der Sportler mit den Brettern verbunden, denn diese hält Ski und Skischuh zusammen. Verschiedene Modelle benötigen unterschiedliche Bindungen. So wird exemplarisch bei Telemark oder Langlauf die Bindung nur vorne am Schuh festgemacht, wogegen die Bindung beim traditionellen Alpin-Typ vorne und hinten befestigt wird.
Ein großer Teil der Unfälle auf der Piste gehen darauf zurück, dass es versäumt wurde, die Bindung richtig einstellen zu lassen. Gründe hierfür können sein, dass sich diese entweder viel zu früh öffnet oder – insbesondere bei einem Sturz – viel zu spät.
Es gibt eine Norm, die so genannte ÖNORM ISO, die nach Tabellen die richtige Bindungseinstellung vorgibt. Sportfachgeschäft, Vereine oder auch Verleihe führen diese Norm mit einem kalibrierten Prüfgerät durch. Mit diesem wird das Auslösemoment geprüft um zu kontrollieren, ob die Bindung Skischuh und Ski genau im richtigen Moment voneinander trennt. Nach Möglichkeit sollte diese Prüfung circa alle 20 Skitage wiederholt werden.
Besonders zu Beginn einer Saison ist es für jeden Skifahrer wichtig, die Bindung von Experten richtig einstellen zu lassen. Bei der Einstellung unterscheidet man zwischen der so genannten Tibiamethode und der Gewichtsmethode. Die erste erlangt ihren Wert durch eine wissenschaftliche Ermittlung der Knochenfestigkeit, wogegen bei der zweiten der Einstellungswert einer statistisch entwickelten Tabelle entnommen wird. Bei der Einstellung durch ein Fachgeschäft sind folgende Angaben wichtig: Das Alter, das Geschlecht und der Fahrertyp, also beispielsweise Anfänger, schneller oder langsamer Fahrer.
Einstellung der Ski-Bindung
Bei der Einstellung einer Bindung von einem Fachgeschäft sollte darauf geachtet werden, dass dessen Mitarbeiter einen kompetenten Eindruck machen. Wichtig sind hier Aspekte wie beispielsweise die Kompetenz der Mitarbeiter beim Erklären von Bindung
und Einstellungsmethode oder etwa die Bitte um beiden Schuhe anstelle von einem. Wenn die Tibiamethode angewendet wird, sollte das Schienenbein gemessen werden, wenn nach dem Gewicht des Sportlers gefragt wird, sollten die genauen Maße von Größe und Gewicht eingefordert werden.
Wenn nach der Tibamethode vorgegangen wird, wird mit einer IAS-Schieblehre die Messung am Schienenbein durchgeführt. Das Messergebnis zeigt den Basis-Einstellwert an. Von diesem Wert ist auszugehen. Es ist darauf zu achten, dass der Basis-Einstellwert im mittleren Bereich der Skala liegt.
Der Bindungsbereich liegt bei Kindern circa zwischen eins und drei, bei Frauen zwischen drei und sechs und bei Männern ungefähr zwischen vier und zehn.
Bei einem Durchschnitts-Skifahrer der circa zwei Wochen Winter-Sport im Jahr betreibt, sollten wegen des Verschleißes die Bindungen nach circa drei Jahren ausgetauscht und gewechselt werden. So wird ein sicherer Sport nach wie vor garantiert.
Seit ein paar Jahren sind die so genannten Plattenbindungen auf dem Markt. Diese haben zum einen den Vorteil, dass der Sportler höher auf den Skiern steht, zum anderen bieten die Plattenbindungen einen beständigeren Auslösewert als die normalen Bindungen.
Der Nachteil der Plattenbindung liegt in der höheren Sturzgefahr. Durch die Erhöhung steigt die Gefahr, dass der Sportler zu sehr in den Schnee einschneidet. Es zeigt sich, dass Plattenbindungen sich besonders für Fahrer mit einem intensiven Kanteneinsatz eignen. Bei allen anderen Wintersportlern ist die Gefahr des Sturzes zu hoch und um hiergegen etwas zu tun, sollte man auf das Ski einstellen achten.































