Die Ski-Hose – Gore-Tex®, Cordura® und Thinsulate®
Wer eine gute Ski-Hose sucht, sieht sich mit einem schier unüberschaubaren Angebot konfrontiert. Die Preisspanne reicht von knapp 40 Euro bist nahezu unendlich. Längst hat die Hochtechnologie neue Materialien wie Gore-Tex®, Cordura®, oder Thinsulate® entwickelt, die hinsichtlich der Wetterfestigkeit und der Isolation gegen Kälte bei gleichzeitiger Luftdurchlässigkeit den dick wattierten Nylon-Skianzügen von früher weit überlegen sind. Auch die umweltgerechte Fertigung und Verwendung von gesunden Materialien ist uns wichtig.
Auf was sollte man beim Kauf einer Ski-Hose unbedingt achten? Farbe, Material und Schnitt sind sicherlich Kriterien, wie jeder modebewusste Skifahrer und Skifahrerin sofort bestätigen wird. Aber wenn man nicht nur zum Après-Ski in den Winterurlaub will, spielen auch andere Faktoren eine wichtige Rolle.
Fühlte man sich ehemals im Wintersport wie das bekannte Männchen aus der Michelin-Werbung und sah auch so aus, hat man heute in der dünneren und leichteren Kleidung aus modernen intelligenten Textilien wesentlich mehr Tragekomfort und ist darin auch weit beweglicher.Zum Beispiel wurde mit Gore-tex® ein Gewebe entwickelt, dessen Poren über 20.000-mal kleiner sind als Wassertropfen. Textilien aus diesem Material sind undurchlässig gegen Wind und Wasser, lassen jedoch Schwitzwärme als Wasserdampf entweichen. Das ist für die Wärmeregulierung des Körpers sehr wichtig und bei einer Skihose von großem Vorteil.
Cordura® ist ein Nylongarn aus versponnenen und dann erneut verwebten Fasern. Es ist um ein vielfaches abriebfester als normales Nylon und wird darum für Kleidung oder Verstärkung von Textilien eingesetzt, wenn sie sehr strapazierfähig sein sollen.
Thinsulate® ist eine hochwertige Wattierung, bei der die verarbeiteten Fasern innen hohl sind. Im Vergleich von gleich dicken Wattierungen ist Thinsulate® fast doppelt so warm wie Daune. Dieses Material findet sich häufig bei Mützen.
Wichtig beim Kauf einer Ski-Hose
Beim Studieren der Angebote für Skibekleidung stoßen wir auf seltsame Begriffe wie etwa „15.000 mm Wassersäule“. Um es gleich zu sagen: Die Wassersäule ist die Maßeinheit für den Grad der Wasserdichtigkeit von technischen Geweben. Damit ist das Gewebe für Regen- und Skibekleidung gemeint, aber auch für
Sicherheitsbekleidung, Zelt-Materialien und ähnliches. Gemessen wird die Höhe der Wassersäule in Metern (genau genommen also der Druck), die auf einem Gewebe lastet, bevor es Feuchtigkeit durchlässt. Ab einem exakt bestimmten Wert gilt das Gewebe als wasserdicht. Für Regenkleidung beispielsweise ist dieser Wert 1,3 m nach DIN.
Achten Sie darüber hinaus vor allem auch auf die Zweckmäßigkeit der Kleidung, insbesondere der Skihose, aber auch anderer Teile des Equipments wie den Ski-Helm. Skioveralls, wie sie vor gut zwanzig Jahren in Mode waren, haben sich als sehr unpraktisch erwiesen und sind höchstens noch für Kinder zu bekommen. Weitaus mehr Komfort bieten zweiteilige Skianzüge aus Anorak und separater Skihose.
Ein bequemer Schnitt für maximale Bewegungsfreiheit ist Voraussetzung, damit Sie sich in der Kleidung und insbesondere in einer Ski-Hose wohl fühlen. Abnehmbare Polsterung für die Knie sind dabei ebenso sinnvoll wie verdeckte und wasserdicht versiegelte Reißverschlüsse und Klettriegel, fleecegefütterte Hosenbunde und ein Schneefang am Beinabschluss. Wenn Sie Ihren richtigen Skianzug gefunden haben, schrecken Sie Eis, Schnee und Kälte nicht mehr ab. Tauchen Sie ein in die weiße Pracht!
Wer allerdings nur selten Skisport betreibt, kann sich die Ausrüstung und insbesondere Skier, Skistöcke und Skischuhe im Urlaubsort ausleihen. Die übrige Skibekleidung sollte dagegen auf jeden Fall die eigene sein.



















