Zum Skifahren bietet Südtirol einmalige Gelegenheiten. Es verfügt über vier große Skigebiete: Dolomit Superski, besser bekannt unter Dolomiti Superski, die Ortler Skiarena, das Südtiroler Wipptal und das Taufer Ahrntal. Skifahren, Snowboarden, Klettern und Eisklettern, Skitouren, Ski-Langlauf, Schnee- und Winterwandern und alles andere, was mit Winter und Schnee zu tun hat, ist in Südtirol zu Hause. Vor allem ist Südtirol im Gegensatz zu vielen anderen Regionen der Alpen im Winter weitgehend schneesicher. Dies liegt insbesondere am Einfluß des sogenannten Genua-Tiefs.
Südtirols Vorzüge
Da Südtirol aber an der südlichen Seite der Alpen liegt, hat es gleichzeitig aber auch viel Sonne, was diese Region zu einem einzigartigen Platz für alle Wintersportarten macht. Zudem zeichnen sich fast alle Schigebiete Südtirols durch ein Nebeneinander, oder besser gesagt, eine attraktive Mischung von großen und teilweise breiten Abfahrten einerseits und engen, romantischen Abfahrten mit zahlreichen kleinen Hütten aus, die zum Verweilen einladen. Südtirol war wiederholt Austragungsort von Ski-Weltmeisterschaften wie etwa in Bormio. Maßgeblich geprägt wird das Bild Südtirols als Skiparadies von den Dolomiten und insbesondere von den Drei Zinnen. Jeder Skifahrer, der diesen Anblick auch nur einmal genießen konnten, wird diesen in dauerhafter Erinnerung behalten.
Die Ortler Skiarena setzt sich aus 16 Skigebieten zusammen: Schöneben, Haideralm, Maseben, Watles, Minschuns/CH, Trafoi am Ortler, Sulden am Ortler, Latsch Tarscheralm, Schlastal, Swemmalm, Mendel / Ruffre, Pfelders, Meran, Vigiljoch, Reinswald und Rittner Horn. Im Vergleich zu anderen Regionen wie etwa dem Südtiroler Wipptal ist die Ortler Skiarena sehr groß.
Das Gebiet Schöneben verfügt über sieben Skilifte die die Wintersportler bis auf eine Höhe von 2.500 Metern führen. Insbesondere der in der Region gelegene Reschenpaß weist eine hohe Schneesicherheit im Winter auf.
Die Region Haideralm stellt eines der höchstgelegenen Skigebiete Südtirols dar; es befindet sich auf einer Höhe on 2.700 Metern, weshalb es als besonders schneesicher gilt. Zu den Attraktionen gehört ein Skikindergarten und die Möglichkeit, auch im Winter Gleitschirm zu fliegen.
Das Gebiet Maseben liegt auf einer Höhe von 1.900 bis 2.400 Metern und eignet sich neben dem klassischen alpinen Skifahren besonders für Freerider und Skitouren-Geher. Außerdem gibt es in hohen Lagen Langlaufloipen, die über die gesamten Wintermonate hohe Schneesicherheit bieten. Zu den Attraktionen des Skigebiets Maseben gehören Hundeschlittenrennen und Schlittenfahrten im Mondschein.
Das Skiegebiet Watles gilt als besonders familienfreundliches Areal; es verfügt über breite Pisten, die sich insbesondere zum Carven eignen. Beliebt ist auch eine lange Talabfahrt, die durch einen landschaftlich überaus reizvollen Fichtenwald führt. Im Winter gibt es vielfach Veranstaltungen wie etwa Fackelabfahrten, an die sich ein gemütliches Apres-Ski in einem Iglu anschließt. Watles verfügt außerdem über zahlreiche Einrichtungen für Skilangläufer, wovon insbesondere die in Schlinig zu nennen sind. Die Region eignet sich zudem auch für Schneeschuh-Wanderer und Tourengeher.
Das in der Schweiz gelegene Skigebiet Minschuns liegt auf einer Höhe von 2.700 Metern und zeichnet sich besonders durch seine zahlreichen Tiefschneeabfahrten aus. Die Pisten haben eine Gesamtlänge von 25 Kilometern und enden alle im gleichen Talort. Besonders zu empfehlen ist für kulturell Interessierte das Kloster Müstair.
Das im Vergleich zu anderen Skigebieten relativ niedrig auf 1.500 Metern gelegene Trafoi am Ortler liegt im Zentrum des Nationalparks Silfserjoch. Der Ort zeichnet sich durch über 300 Sonnentage aus, das Skigebiet reicht bis auf eine Höhe von 2.170 Metern.
Wissenswertes über die Ortler Skiarena
Sulden am Ortler gehört zu den höchsten Skigebieten Südtirols und befindet sich auf Höhen zwischen 1.900 und 3.250 Metern. Das Skigebiet zeichnet sich durch seine vielfältigen Wintersportangebote aus: Snowboarden, Carven, Freeriden, aber auch Skitouren, Eisklettern und Schneeschuhwanderungen. Die Pisten haben eine Gesamtlänge von 40 Kilometern und verfügen über zehn Liftanlagen.
Das Skigebiet Latsch Tarscheralm liegt zwischen 1.200 und 2.500 Metern und verfügt über einen familienfreundlichen Charme. Besonders erwähnenswert ist die Naturrodelbahn an der Talstation sowie im Martelltal und das Eisstadion in Latsch. Die Pisten haben eine Länge von elf Kilometern und verfügen über vier Lifte.
Am Schlastaler Gletscher ist auch im Sommer Skibetrieb, was diesen zu einem Ort mit großer Anziehungskraft für alle wirklich überzeugten Skifahrer und Snowboarder macht. Am Schlastal Glescher trifft man im Sommer aber auch zahlreiche Skilangläufer, die sich dort auf die kommende Wintersaison vorbereiten und trainieren.
Das Skigebiet Swemmalm im Ultental, einem gemächlichen und abgelegenen Seitental, ist insbesondere bei Skitourengehern Freeridern und Variantenfahrern beliebt. Dies insbesondere, da es zu den am wenigsten überlaufenen Gebieten Südtirols gehört. Von besonderem Interesse sind auch die Loipen und die in der Region beliebten Schneeschuh-Wanderungen. Die Pisten haben eine Gesamtlänge von 18 Kilometern und verfügen über vier Skilifte.
In dem südlich von Bozen gelegenen Nonstal befindet sich das Skigebiet Mendelkamm und die Ortschaft Ruffre. Dieses zieht sich über den Monte Nock bis hin zum Hochplateau Predaia. Es liegt auf einer Höhe von 1.350 bis 1.600 Metern und hat zwei Lifte. Besonders beliebt ist der an fünf Abenden stattfindende Nachtskilauf, der auf der Piste von Monte Nock stattfindet.
Das Gebiet Pfelders liegt auf einer Höhe zwischen 1.620 bis 2.170 Metern und verfügt über vier Liftanlagen. Neben dem Alpin-Skifahren ist Pfelders auch beliebt wegen seiner Eisfälle, an denen Eisklettern praktiziert werden kann. Hinzu kommt ein künstlicher Wasserfall, der sich besonders für Trainingszwecke eignet.
Das direkt bei Meran gelegene Skigebiet Meran 2000 befindet sich auf einer Höhe zwischen 1.600 und 2.300 Metern und verfügt über Pisten mit einer Gesamtlänge von 40 Kilometern sowie sieben Liften. Neben der Nähe zum attraktiven Meran ist das Gebiet vor allem für seine Nachtskifahrten und das im Februar stattfindende Skijöring bekannt.
Mit einer Pistenlänge von fünf Kilometern gehört das Skigebiet Vigiljoch zu einem der kleineren Gebiete der Ortler Skiarena. Es zeichnet sich aber durch seine Abgeschiedenheit und die Attraktivität der dortigen Natur aus.
Das im Sarnstal gelegene Reinswald verfügt über 13 Kilometern und vier Liftanlagen. Es erstreckt sich über eine Höhe von 1.570 bis 2.460 Metern Höhe und ist bekannt für seine Europa-Cup-Abfahrtsstrecke. Besonders begehrt ist die 5,2 Kilometer lange Rodelbahn, die sogar nachts genutzt werden kann. Bei Kindern beliebt sind die Bauernschlittenrennen, außerdem gibt es die Möglichkeit zu Langlauf und Schneeschuhwandern.
Das Skigebiet Rittner Horn liegt auf einer Höhe zwischen 1.530 bis 2.260 Metern und verfügt über Pisten mit einer Gesamtlänge von 15 Kilometern. Es liegt oberhalb von Bozen und zeichnet sich durch seine Natureisplätze und seine Höhenloipen aus. Hinzuweisen ist auch darauf, daß das Rittner Horn über Südtirols ersten Eisschnellaufring verfügt und außerdem zwei Rodelbahnen hat.
In der Skiregion Wipptal gibt es drei Skigebiet: Ladurns, Rosskopf und Ratschings-Jaufen. Es ist dabei ähnlich klein wie das Taufer Ahrntal.
Im Gebiet Ladurns gibt es ab Juli Sommerski-Betrieb. Ladurns ist beliebt wegen Fichtis Kinderland, in dem Kinder auf eine Fläche von 5.000 Quadratmetern an der Talstation in einem Kinderwinterpark spielen können.
Das Rosskopf liegt bei Sterzing und bietet von Anfang Dezember bis Anfang April Skibetrieb. Es liegt auf einer Höhe von 2.100 Metern.
Das Skigebiet Ratschings-Jaufen liegt auf einer Höhe von 1.300 bis 2.150 Metern und verfügt über Pisten mit einer Gesamtlänge von 25 Kilometern mit acht Skiliften and Seilbahnen. Zu den weiteren Angeboten gehören Skilanglauf, Rodeln, Eisstockschießen, Eislaufen und Skitouren.
Die Skiregion Tauferer Ahrntal ist klein im Vergleich zu anderen wie etwa Dolomit Superski und besteht aus zwei Skigebieten: Speikboden und Klausberg.
Speikboden ist auf einer Höhe von 951 bis 2.400 Metern Meereshöhe. Es verfügt über Pisten mit einer Gesamtlänge von 20 Kilometern und zeichnet sich durch seine modernen Gondelbahnen und Liftanlagen aus.
Klausberg verfügt über die höchste Achter-Kabinenbahn Südtirols, die bis auf eine Höhe von 2.510 Metern führt. Aufgrund dieser hohen Lage gilt das Skigebiet Klausberg als schneesicher bis in den April hinein. Beliebt ist Klausberg auch wegen der im Winter regelmäßig stattfindenden Rodelabende.
Dolomiti Superski sieht sich als das „Skikarussell Nr. 1 der Welt“ und bietet zwölf Skigebiete mit sagenhaften 1.200 Pisten-Kilometern. Die zwölf Skiregionen sind das weltbekannte Cortina d’Ampezzo, Kronplatz, Alta Badia, Gröden Tal / Val Gardena, Fassatal / Val di Fassa, Arabba und Marmolada, Hochpustertal / Alta Pusteria, Val di Fiemme / Obereggen, San Martino di Castrozza / Rolle-Pass, das Eisacktal, Tre Valli / Moena, Pellegrino / Falcade und Civetta. Alle diese Gebiete können mit nur einem Skipaß befahren werden. Auf ungefähr 90 Prozent der Skipisten sind Kunstschnee-Anlagen installiert, die eine durchgegehende Wintersportsaison von November bis in den April hineinsicherstellen. Die Dolomiten-Region gehört zu den größten und beliebten Skigebieten des Alpenraums, wenngleich auch andere Staaten wie etwa Österreich einen regen Besucherstrom von Wintersportlern verzeichnen können.
Cortina d’Ampezzo verfügt neben überaus attraktiven Skiabfahren über eine Sprungschanze, die sogenannte Olymische Schanze „Italia“, die anläßlich der Siebten Olympischen Spiele im Jahr 1955 errichtet wurde. Die Nebentribünen bieten 3.000 Zuschauern Platz, das Amphitheater, das um die Verlangsamungszone liegt, faßt sogar 40.000 Besucher. Cortina hat außerdem eine Bob-Bahn, die ebenfalls für die Olympiade gebaut und nach Eugenio Monti benannt wurde. Sie ist Austragungsort wichtiger nationaler und internationaler Meisterschaften im Bobsport.
Das Grödental, das die Italiener als Val Gardena bezeichnen, wird geprägt von der einzigartigen Naturschönheit der Dolomiten und den drei Orten, die sich im Grödental befinden: St. Ulrich, St. Christina und Wolkenstein. Diese sind nur acht Kilometer voneinander entfernt und befinden sich auf Höhen über Meer zwischen 1200 und fast 1600 Metern. Die Skipisten des Grödentals erstrecken sich bis auf eine Höhe von 2500 Metern, die Berggipfel sogar bis auf knapp 3200 Meter.
Alta Badia wird von vielen als das Herz der Dolomiten angesehen. Der Ort wird von den schönsten Gipfeln der Dolomiten umgrenzt und zeichnet sich durch eine einmalige Lage aus. Er besteht aus sechs Dörfern die in drei Gemeinden nämlich Corvara, Badia und La Val zusammengeschlossen sind. In den letzten Jahrzehnten hat sich Alta Badia zu einer Tourismusregion mit hoher Anziehungskraft entwickelt. Die Ladiner, die das älteste rätoromanische Volk der gesamten Alpen darstellen, leben in Alta Badia. Diese prägten die Region durch ihre landwirtschaftliche und handwerkliche Fertigkeiten. Insbesondere in der Küche haben diese deutliche Akzente gesetzt, weshalb die ladinische Küche und insbesondere die in Alta Badia als eine der erlesensten des italienischen Alpenraums gilt.
Das Fassatal, italienisch Val di Fassa, und Karezza liegen nebeneinander und bieten weitgehende Schneesicherheit von Dezember bis Mitte April. Das Fassatal liegt an der bekannten Sellaronda, mit der man auf einmalige Art die Berge dieser Region auf Ski erleben kann. Besonders verwiesen sei für Familien mit Kindern auf den Ort Cannazei, wo ein Kinderland mit vielen Skikindergärten liegt.
Das Skigebiet Dolomiti Superski
Arabba verfügt über 52 Pistenkilometer und über 27 Liftanlagen und Seilbahnen. Auch hier ist ein Einstieg in die Sellaronda möglich. Die Einheimischen fahren am liebsten am Porta Vescovo, der als Hausberg von Arabba angesehen werden kann und der eine Höhe von 2.500 Metern erreicht. Marmolada ist das weltbekannte Skigebiet am Fuß des Marmolada-Gletschers, der eine einmalige Abfahrt bietet, die ihresgleichen sucht. Sie ist die höchste und längste Abfahrt in Südtirol und ein unvergleichliches Erlebnis.
Das Skigebiet Hochpustertal, italienisch Alta Pusteria, wird geprägt von den Drei Zinnen sowie Pragser und Sextener Dolomiten, die jedem Skifahrer einen einmaligen Anblick bieten. Im Hochpustertal liegen fünf Orte, nämlich Prags, Innichen, Niederdorf, Toblach und Sexten. Das Hochpustertal ist auch von großem kulturellen Interesse und beherbergt drei Orte von großer kunsthistorischer Bedeutung: San Candido, Dobbiaco und Villabassa. Im Hochpustatal finden die weithin bekannten Gustav Mahler Musikwochen statt und gelegentlich werden dort auch die Internationalen Militär-Skimeisterschaft ausgetragen.
Das Skigebiet Kronplatz liegt auf fast 3.000 Meter Höhe und verfügt über insgesamt 31 Lifte, die zu den modernsten Anlagen Südtirols gelten. Mit insgesamt 103 Pistenkilometer, vier Pisten führen davon bis ins Tal mit bis zu 6,5 Kilometer langen Abfahrten. Durch künstliche Beschneiung ist dort bis zum Ende des Winters Skibetrieb möglich.
Die beiden nebeneinander liegenden Skigebiete Trienter Fleimstal /Val di Fiemme und das südtiroler Gebiet Rosengarten-Latemar gelegene Obereggen verfügen miteinander über 53 Liftanlagen und 140 Kilometer Skipisten. Dominiert wird dieses Gebiet von den eindrucksvollen Bergen des Latemar- und des Rosengartenfelsens. In der Region Fleimstal-Latemar gibt es mehrere Skiorte, die mit einem Skipaß befahren werden können: Alpe Cermis, Latemar, Bellamonte-Lusia, Passo Rolle und Lavaze-Jochgrimm. Alle gehörten zu den komfortabelsten und schneesichertsten Regionen der Dolomiten.
Die Region San Martino di Castrozza, Passo Rolle / Rolle-Pass und Primiero liegt im östlichen Teil Trentinos und ist geprägt von romantisch gelegenen Bergdörfern. Die Bergregion der Pala-Gruppe befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft und gehört zu einer der landschaftlich reizvollsten Gebiete Südtirols.
Das Eisacktal liegt südlich des Brenners und führt bis nach Bozen; einige der bekanntesten Städte Südtirols wie Brixen, Sterzing und Klausen liegen dort. Die wichtigsten Alpin-Skiorte und Wintersportgebiete des Eisacktals sind Ladurns, Ratschings/Jaufen, Plose, Roßkopf und der Glitschberg beziehungsweise das Jochtal.
Das Skigebiet Tre Valli, Moena/P.sso und Pellegrino/Falcade liegen im Zentrum der Veneter und Trentiner Dolomiten. Für den Skifahrer gibt es dort 100 Kilometer Pisten, von denen sich die höchstgelegenen auf 2.500 Meter befinden. Es gibt dort 27 Liftanlagen und eine der größten künstlichen Beschneiungsanlagen der Dolomiten.
Die Skiregion Civetta liegt im Zentrum der venzianischen Dolomiten; zu den wichtigsten Orten des Gebiets gehören Alleghe, Selva di Cadore, Plafavera und Zoldo. Die Region besteht aus drei Tälern, die insgesamt 80 Kilometer Skipisten haben und zahlreiche Beschneiungsanlagen aufweisen, die für hohe Schneesicherheit sorgen.
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